Projekt

Kinder verkleiden sich

Der Kosovo ist ein multiethnischer Staat in dem heute Menschen unterschiedlicher Herkunft leben. Die größte ethnische Gruppe sind Albaner (ca. 95%), aber auch zahlreiche Minderheiten (Serben, Roma, Ägypter, Bosniaken, Ashkali, Sinti, Türken etc.) haben dort ihre Heimat. Wenngleich die Förderung multiethnischen Zusammenlebens ein erklärtes Regierungsziel ist, leben viele Angehörige der Minderheiten nach wie vor in sozialer Marginalisierung und räumlicher Trennung. So wohnen überdurchschnittlich viele Roma in ökologischen Notstandsgebieten abseits der Städte oder Dörfer, etwa auf ehemaligen Müllkippen oder naher veralteter, umweltverschmutzender Kohlekraftwerke. Auch serbische und albanische Wohngebiete sind nach wie vor voneinander getrennt.

Jungen beim Sport

Bis heute werden in größeren Abständen Leichen aus Serbien nach Gjakova zurückgebracht und beerdigt. Die persönlichen und gesellschaftlichen Folgen des Krieges sind bis heute sichtbar. Das einst friedliche multiethnische Zusammenleben ist seit Verfolgung und Krieg tief erschüttert, die Gräben zwischen Ethnien zum Teil tief. Zum Aufweichen der zum Teil verhärteten Strukturen und Vorurteile sowie Abbau von Ängsten ist es notwendig, in einen Dialog zu treten und sich gegenseitig kennen zu lernen. Children for Tomorrow hat sich mit der Durchführung diverser Programme zum Ziel gemacht, diesen Dialog zu fördern und damit zum Aufbau friedenssichernder Strukturen beizutragen.